DGSF Kongress 2013

System & Körper – "back to the roots" oder der Körper als Ressource in der systemischen Praxis

Vom 25 - 28.09.2013 veranstaltete die GST die 13. wissenschaftliche Jahrestagung der DGSF mit über 80 vierstündigen Workshops und rund 100 Referenten/-innen an der Humbold Universität in Berlin. Insgesamt kamen über 1000 Teilnehmer zum Kongress.

Ablauf
Tagungsort
KONGRESS-PROGRAMM



Einladung

Berlin ist eine Stadt die sich in kontinuierlicher Bewegung befindet, eine Stadt in Bewegung und eine Stadt der Bewegung.

Laban, Gindler und Halprin, die Begründer der bewegungsorientierten Berliner Schule, haben in den Zwanziger Jahren mit ihren Ansätzen für eine intensive Auseinandersetzung mit Körper- und Bewegungsorientierten Elementen im Gesundheitsbereich gesorgt. Heute ist Berlin weltweit das spannendste Zentrum für bewegungsorientierte Ansätze in Tanz, Choreographie und Körpertherapie. Sasha Waltz, als Pina Bausch der Moderne und derzeit bekannteste Choreographin im modernen Tanz, hat mit dem 18 Millionen Euro teuren Ausbau des Radialsystems an der Spree, einen Ort der Begegnung für Professionelle Tänzer, Choreographen und Laien aus allen Kontinenten geschaffen.

Als wir, ein junges Team aus Psychologen und Sozialpädagogen, vor 15 Jahren die Gesellschaft für systemische Therapie und Beratung (GST) in Berlin gegründet haben, wurden wir von dieser international einmaligen Szene mitgerissen. Mit der Geburtsstunde der GST haben wir uns die Frage gestellt, wie sich die „Komfortszone“ des Sitzens und Redens zu Gunsten von Lösungen in Bewegung, bewegten Lösungen und Lösungsbewegungen oder auch Lösungschoreographien verlassen lässt. Der Körper mit seinen Möglichkeiten von Wahrnehmung, Interaktion und Ausdruck stand dabei im Zentrum unserer Aufmerksamkeit.

Aber steht systemisches bzw. familientherapeutisches Arbeiten nicht von Beginn an für ein Arbeiten in Interaktion, d.h. für ein Arbeiten mit und in Bewegung?
Waren es nicht die Begründer der Familientherapie, wie Salvadore Minuchin, Virgina Satir, Peggy Papp, Fred und Bunny Duhl, David Kantor, etc. die uns gelehrt haben, wie wertvoll es sein kann mit den Familien in Bewegung zu kommen?
Sie waren es, die den Fokus von der Analyse auf die Interaktionen der Familienmitglieder im Therapieraum verschoben haben. Muss man nicht daher die Frage stellen ob das Thema Körper, Bewegung und Interaktion nicht von Beginn an eine wesentliche Ressource des familientherapeutischen/systemischen Arbeitens ist? Sie mag zwischenzeitlich ein wenig aus dem Fokus geraten sein, ist jedoch spätestens seit der emotionalen Wende in Neurowissenschaften und Therapie, als wertvolle Ressource in den Fokus der Aufmerksamkeit zurückgekehrt.

In Kurzform könnte man auch sagen: „Back to the Roots!“

Wir freuen uns daher ganz besonders, nach 15 Jahren Tätigkeit im bewegungs- und interaktionsorientierten Forschungslabor der Großstadt Berlin, die unterschiedlichsten Ansätze präsentieren zu dürfen. Das, was wir in den Jahren an Ideen, Ansätzen, Methoden und Vorgehensweisen in den unterschiedlichsten Praxisfeldern (Beratung, Therapie, Coaching und Supervision) kennen lernen, ausprobieren, differenzieren und auf systemische Weise weiterentwickeln durften, wird in Form von 60 vierstündigen Workshops zu Gast an der Humboldt Universität Berlin sein.

Wir, das Team der GST, würden uns herzlich freuen, Sie im "Berliner Forschungslabor der DGSF" begrüßen zu dürfen, um mit Ihnen gemeinsam die unterschiedlichsten Konzepte aus dem Bereich „System & Körper“ kennen zu lernen und vor allen Dingen erfahren zu dürfen.

Mit den herzlichsten Grüßen,

András Wienands und das berliner GST Team

Dipl. Psych. Silke Wienands, Dipl. Soz. Päd. Sylke Richter, Dipl. Psych. Bettina Lindner, Dipl. Psych. Kathrin Wiegand, Dipl. Psych. Anett Renner, Dipl. Psych. Laura Schwan, Pascale Schmidt, Dipl. Psych. Daniel Voigt, Dipl. Psych. Daniel Steinitz, Dipl. Psych. Torsten Lindner, Dipl. Psych. Malte Müller-Egloff

Buch zum Kongress von Andras Wienands

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht

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