System & Körper – "back to the roots" oder der Körper als Ressource in der systemischen Praxis


Workshops III

Samstag, 28.09.

11.00-14.00


Bodybliss, Kreativität und Improvisationsvermögen

Bodybliss steht für Körperglückseeligkeit. Wir stellen in dem Workshop ein neues Bewegungsprogramm vor, in dessen Mittelpunkt der Flow, die Kreativität und Sinnlichkeit des Körpers stehen.  Kreative Bewegungsbilder aus der Natur und der Biologie führen den Klienten unmittelbar in das ursprüngliche und freie Körpererleben. Mit einer Kombination aus Atemtechnik und fließenden Wasserbewegungen lösen sich körperliche und seelische Verspannungen - vitale Lebensenergie wird freigesetzt.

Gabriele Amann Arbeitet seit 1996 als selbständige Beraterin, Trainerin, Systemischer Coach und Familientherapeutin. Ihre Schwerpunkte bilden, neben der Betrieblichen Gesundheitsförderung, die Umsetzung interaktiver Trainingsformate zu den Themen Kommunikation, Leadership, Embodiment und Resilienz. Infos: www.resilienzforum.de


Der Körper ist immer dabei: Systemische Begleitung in transkulturellen Kontexten

Menschen mit Migrationserfahrungen, mit nomadischen Identitäten und in Veränderungsprozessen haben wenig Beständiges außer ihrem eigenen Körper und manchmal ist noch nicht einmal dieser spürbar. In transkulturellen therapeutischen und beraterischen Kontexten eignen sich daher Methoden aus den verschiedenen körperpsychotherapeutischen Schulen besonders, denn der Körper reist überall mit und ist jederzeit „nutzbar“. Die haltende oder Halt gebende Berührung, Containment oder Grounding-Erfahrungen, eine Struktur lösen oder gestalten helfen oder Verbindung und Abgrenzung erfahren sind nur einige Beispiele, wie wir Therapeuten unsere Klienten beim Finden des Halts oder der Kraft in sich selbst unterstützen können. In diesem Workshop möchte ich einige Übungen mit Ihnen gemeinsam ausprobieren und Anwendungsfelder theoretisch und praktisch diskutieren.

Gesa Krämer hat selbst in Spanien und Frankreich gelebt und gearbeitet sowie
Interkulturelle Kommunikation, BWL und Spanisch studiert. Sie ist Fachbuchautorin und Geschäftsführerin eines Instituts, welches sich auf die Vermittlung von Kulturkompetenz spezialisiert hat. Nach Stationen als Führungskraft in der Wirtschaft unterstützt sie viersprachig seit acht Jahren in eigener Praxis als Certified Bioenergetic Bodypsychotherapist (CBT, nach Lowen) und Heilpraktikerin Menschen aus und in verschiedenen Kulturen.


Bringen Sie Ihren inneren Kritiker zum Lachen

Das Seminar dient der Psychohygiene und Burnout-Prävention. Der ressourcenorientierte Ansatz ermöglicht durch die Entwicklung von Kreativität und Spielfreude mehr Gelassenheit und inneren Abstand in belastenden, schwierigen Situationen. Ein kreativer Umgang mit dem inneren Kritiker wird erfahren. Dieses Vorgehen dient der eigenen Stärkung und ist hilfreich für den Umgang mit Patienten. Mit einfachen, in sich abgeschlossenen Übungen, mit denen Schauspieler und Clowns trainieren, werden Spontaneität und Improvisationsfähigkeit mit Spaß an der Sache eingeübt. Eine Haltung mit Humor ermöglicht Gelassenheit, Souveränität und Selbstvertrauen.

Frauke Nees Dipl.-Psych., Gesprächspsychotherapie (GwG), Coaching, Tango Argentino. Sie arbeitet als Coach mit Einzelpersonen und in Unternehmen, als Dozentin an Ausbildungsinstituten für Psychotherapeuten und als Referentin auf Kongressen. Themen: Kreativität, Potenzialentfaltung, Kommunikation. www.frauke-nees.de
Petra Daiber Dipl.-Psych., Ergotherapeutin, Clown. Sie arbeitet freiberuflich als Trainerin, Moderatorin und Coach für Einzelpersonen und Unternehmen, als Dozentin bei Ausbildungsinstituten für Psychotherapeuten, als Referentin auf Kongressen sowie als Clown in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. www.petra-daiber.de


I’ll be your mirror –reflect what you are

Unsere Lebenserfahrungen bestimmen nicht nur als bewusste oder unbewusste psychische Prozesse unser Handeln. Sie sind auch in uns verkörpert und werden in unserem körperlichen Ausdruck sichtbar. Unsere Körperhaltung ist ein strukturierendes Element, mit dem wir jede Begegnung mit unserer Umwelt und unsere Beziehungen zu anderen Menschen gestalten und unsere Erfahrungen organisieren.
Wie wir diese systemische Binsenweisheit in der therapeutischen Praxis mit Hilfe ganz einfacher körperorientierter Interventionen nutzen können, werden wir in diesem Workshop gemeinsam erleben.

Sylvie Tappert MediCoach (Charité Berlin), Systemische Therapeutin (DGSF), Körperpsychotherapeutin (KPT), Dipl. Sozialwissenschaftlerin

Simone Hollstein Systemische Therapeutin, Körperpsychotherapeutin (KPT),
Dipl. Erziehungswissenschaftlerin


Das Schürfen nach Gold

Prozessgestaltung im Einzelcoaching durch den Einsatz von Muskeltestund Stress-Release nach Dr. Keding
Coaching ist ähnlich dem Bergbau: Coach und Kunde suchen gemeinsam nach Ressourcen für die angestrebte Lösung. Häufig wird auf jene Ressourcen fokussiert, die im Bewusstsein des Kunden sind und sich somit wie beim Tagebau knapp unter der Oberfläche befinden. Übersehen wird hierbei, dass auch das Un(ter)bewusste Ressourcen zur Verfügung stellt, die jedoch erst aufzudecken und herauszulösen sind – wie beim Schürfen in einer Goldmine. Ziel des Workshops ist es, diesem Schürfen nach Gold nachzuspüren. Dabei wird mit dem Muskeltest ein wunderbarer Weg aufgezeigt, mit dem Körper zu kommunizieren und im Un(ter)bewussten Liegendes in das Bewusstsein zu bringen. Vervollständigt wird dieser Weg durch das Stress-Release, mit dem Prägungsmuster aufgelöst werden können, so dass der Kunde in die Lage versetzt wird, weitere Eigenressourcen zu nutzen. Beide Techniken stammen aus der Kinesiologie und wurden von Frau Dr. Christa Keding in den letzten Jahrzehnten maßgeblich weiterentwickelt. Der Workshop richtet sich an alle systemisch Interessierte, die ihren Werkzeugkoffer um Möglichkeiten der Kinesiologie erweitern möchten.

Dr. Bernd Ahrendt ist Leiter des Bereiches Weiterbildung und Personaltransfer der Hochschule Merseburg. In dieser Funktion coacht er Studierende und MitarbeiterInnen von Unternehmen. Darüber hinaus ist er als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen tätig.


Gruppentherapeutisches Design für unsichere und/oder ausgegrenzte Kinder

Wir stellen in diesem Workshop unser Konzept für die Gruppentherapie mit unsicheren/ausgegrenzten sechs- bis zwölfjährigen Kindern und deren Familien vor, diese Konzept wurde in der praktischen Arbeit entwickelt, erprobt und evaluiert.
Wir werden Einblicke in die Methoden und Rituale zur Durchführung der Therapiegruppe vorstellen.
In diesem handlungsorientierten und schulübergreifenden Ansatz (Methoden aus: Verhaltens- Kunst-, Hypno-, und systemischer Therapie)
wird großer Wert auf die Verbindung zwischen Körper und Psyche gelegt. Wir nutzen die Auswirkungen des Handels und Erlebens der Selbstwirksamkeit der sechs bis zwölfjährigen auf den Therapieprozess.
Die Kinder erleben sich als wichtiges Mitglied einer Gruppe. Der Transfer des Erlebten wird in Familien,- Gruppen-, und Elterngesprächen durch die Therapeuten begleitet und unterstützt.
Neben Tipps zur praktischen Durchführung einer Gruppentherapie mit sozial unsicheren/ausgegrenzten Kindern werden in diesem Workshop einige Rituale und Methoden exemplarisch vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt hier im erleben und ausprobieren der Methoden. Sie werden sich bewegen, malen, basteln und spielen...und sich in ihrer Selbstwirksamkeit in einer Gruppe erleben.
So lernen sie den Talking-Stick und den Magic-Stick kennen und dürfen Methoden die sie ihren ihren Arbeitsalltag einfließen lassen können, ausprobieren.

Uwe Scheunemann, Kinder- und Jugendpsychiater  und Psychotherapeut, niedergelassen in eigener sozialpsychiartrischen Praxis in Minden/Westfalen
Peter Frank, Erzieher, Familientherapeut (DGSF), Kunsttherapeut (AgK), seit 2008 in eigener Praxis in Fürth/Bayern, viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Jugendhilfe tätig.


LEGO® SERIOUS PLAY« Denke mit Deinen Händen »

LEGO® SERIOUS PLAY™ baut auf die menschliche Fähigkeit, sich Situationen vorzustellen, diese zu beschreiben und ihnen Sinn zu geben. Über das Bauen mit LEGO® SERIOUS PLAY™ werden Metaphern geschaffen, deren gemeinsame Besprechung und Deutung neue Denk- und Sichtweisen entstehen lassen. Strategieworkshops, Organisationsentwicklung, Innovation und Produktentwicklung, Change Management, Team Entwicklung und Coaching sind einige der unzähligen Einsatzmöglichkeiten, wie mit LEGO® SERIOUS PLAY™ Veränderung spielerisch eingeleitet und gestaltet werden kann – denn das Gegenteil von Spielen ist nicht Arbeit, sondern Langeweile.

Olivier Treinen ist systemischer Coach (GST), Organisationsberater und Headhunter, sowie zertifizierter LEGO® SERIOUS PLAY™ Fazilitator. Olivier ist seit 20 Jahren selbständig (www.context.lu), er lebt und arbeitet in Luxemburg, Gent, und immer öfter in Berlin.


Das KompetenzSpiel - ein systemisches Planspiel

Spielerisch systemische Kompetenzen erwerben - das KompetenzSpiel - ein systemisches Planspiel –   - In unserem Workshop bieten wir Ihnen einen „Spielraum“, in dem  Struktur, Kommunikation und  Dynamik eines umfassenden Systems inszeniert und miterlebt werden. Spielerisch erfahren Sie neue Denkansätze und Lösungsmöglichkeiten. Bei der lebendigen Rekonstruktion des Prozessverlaufs werden die komplexen Kommunikation- und Entscheidungsprozesse nachvollzogen. Das KompetenzSpiel vermittelt und fördert praxisnahes Handlungswissen und systemische Kompetenzen. Wenige Lehrmethoden sind vergleichbar nachhaltig und können derart viel Spaß machen.
Coburger Institut für systemische Konzepte, Markt 16, 96450 Coburg, 09561/200909(www.ciskon.de)

Spielleiter:  Birgit Sonanini, Dipl. – Sozialpäd. (FH), Familien-/Systemtherapeutin (DGSF), Fachsozialarb. f. klinische Sozialarbeit (ZKS)  und  Jochen Schmidt, Dipl. – Sozialpäd. (FH), Systemischer Therapeut (SG),  Fachsozialarb. f.  klinische Sozialarbeit (ZKS).


"Die überfließende Frau – Körperwissen, Lust und Selbstachtung"

Dieser Workshop für Frauen ist inspiriert durch die Bücher "Weibliche Ejakulation und der G-Punkt" von Deborah Sundahl und "Das Tor ins Leben" von Grit Scholz. Worte werden gesucht und gefunden. Bilder entstehen. Ein neuer achtsamer, heilsamer Blick für die weiblichen Geschlechtsorgane wird möglich. Schönheit und Vielfalt bekommen eine neue Bedeutung. Methoden der Sexualpädagogik werden vorgestellt und erlebt. Was bedeuten unsere Erkenntnisse für Mädchen und junge Frauen heute? Wie wird der Körper (immer wieder) zum Ort der Wertschätzung und Freude? Gespräch, Musik, Kreativität – traut euch!

Sabine Sundermeyer, Jahrgang 64, 1 Tochter, Diplom-Religionspädagogin, Referentin für Gender- und Sexualpädagogik, interkulturelles Lernen und Diversity, langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung, sex und gender interessieren mich mein Leben lang, www.sabine-sundermeyer.de


A Capella Improvisation

Dieser Workshop ist stark praxisorientiert ,Vorkenntnisse sind NICHT erforderlich!
Das gemeinsame improvisierte Singen spannt einen Raum auf, der Begegnung, freudvolle musikalische Kommunikation & einen mit der Zeit „unzensierten“ Selbstausdruck ermöglicht: Aus dem Moment heraus entstehende Melodien, Geräusche & Rhythmen werden sich zu einzigartigen Musikstücken verweben.
Stimmliche, körperliche & gedankliche Blockaden werden spielerisch sukzessive losgelassen, das Vertrauen in & die Freude über die eigene authentischen Aussagekraft gestärkt. Die hier gesammelten Erfahrungen sind übertragbar auf unser Auftreten & unsere Interaktion mit Menschen im Alltag.
Johanna Seiler, Dipl.Pianistin, Komponistin, VocalArtist, Coach f. Stimmentfaltung & Improvisation (Kurse & Circle Song Events europaweit - an Musikhochschulen, psycholog. Instituten, als Management-Training, auf Kongressen). Langjähr. Erfahrung in u.a. Systemischer Therapie &  SoundHealing.


Mobbing- Psychoterror ohne Grenzen

Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland weit über eine Million Menschen gemobbt werden. In Unternehmen, in Schulen, im öffentlichen Dienst, in sozialen Einrichtungen.
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern (Psychotherapeuten, Supervisoren, Coachs, Beratern) einen Einblick in die ambulante therapeutische und beratende Arbeit mit von Mobbing Betroffenen zu geben.
Zum Inhalt:
•    Begriffsbestimmung von Mobbing im Kontext eines personenorientierten systemtheoretischen Ansatzes
•    Psychische und physische Auswirkungen von Mobbing
•    Allgemeine Darstellung des systemisch-existentiellen Mobbing-Inventars (SEMI)
•    Therapie- und beratungsbezogene Spezifika
•    Vorstellung der Vorgehensweise in der akuten Phase des Mobbing
•    Demonstration der Vorgehensweise (Auf Wunsch der Teilnehmer)

Dr. phil Holger Wyrwa, Diplom-Sozialpädagoge, Diplom-Pädagoge, Supervisor (SG, DGSv, DGVT), Vertragspsychotherapeut (Niederlassung Herne), Dozententätigkeit, Institut für systemische Beratung und Pädagogik. Autor des Buches: Konfliktsystem Mobbing. Ein Theorie- und Praxismodell für Therapie und Beratung. Carl-Auer-Systeme-Verlag. Heidelberg. 2012.


Körper-Ausdruck-Tanz

Innen-Raum-Außen-Raum-Begegnungs-Raum
In diesem Workshop erleben Sie ihren Körper als unmittelbare Ressource, um intra- und interpsychische Systeme zu erspüren, zu behaupten und zu erweitern. Sie erforschen, bewegen und entwickeln individuelle und gemeinsame Räume über Körperwahrnehmung und -ausdruck, Atem, Stimme, Bewegung, Tanz und kreative Medien. Sie experimentieren mit persönlichen Grenzen, Schutz- und Autonomiebedürfnissen sowohl als auch Kontakt- und Nähewünschen. Auf spielerische, manchmal überraschende, Weise eröffnen sich neue Fühl- Handlungs- und Gestaltungswege in Beziehung zu sich selbst und zu anderen.

Strysewske, Lelia, geb. 1960, Studium der Psychologie, Philosophie, Literaturwissenschaften, in Australien, Lehrerin, Körperpsychotherapeutin (DGK), Tanztherapeutin (BTD), Psychotherapeutin (ECP, HP), Suchttherapeutin, Tanztheaterlehrerin, Mediatorin, Trainerin Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg, systemische Beratung und Therapie, Entspannungstrainerin, Yogalehrerin, Paartherapeutin, Lehrtherapeutin, Supervisorin, Coach, Tätigkeiten in Kliniken, Rehaeinrichtungen, ambulanten Beratungen, Drogeneinrichtungen, Einrichtungen für Essstörungen, Wirtschaftsunternehmen, Dozentin in der Erwachsenenbildung, u. a. Tanztherapieinstitute, Sozialtherapeutische Institute, Institut für systemisch-integrative Therapie und Beratung, seit vielen Jahren eigene Praxis für körperorientierte Psychotherapie, Tanztherapie, Paartherapie, Coaching in Göttingen


Arbeit an Körper und Affekten im therapeutischen Prozess

In diesem Workshop soll körpertherapeutisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in einer systemisch orientierten kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik dargestellt werden. Viele kinder- und jugendpsychiatrische Patienten haben strukturelle Defizite, sind in ihren Fähigkeiten, eigene Affekte und Stimmungen wahrzunehmen und richtig zu benennen, sie angemessen zu steuern, Affekte beim Gegenüber wahrzunehmen und zu benennen und ihre Affekte im Kontext angemessen zu kommunizieren, erheblich eingeschränkt.
Wir wollen - sehr erfahrbar für die Teilnehmer - unsere Arbeit mit Affekten und Körper im psychotherapeutischen Prozess - auch einige theoretische Aspekte - zur Affektregulation und dem  Stellenwert der Affekte in der therapeutischen Beziehung darstellen.

Dr. med. Reinhard Weber-Steinbach , FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Körperpsychotherapeut, Bioenergetischer Analytiker, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie an den Ruppiner Kliniken GmbH Neuruppin
Carsten Holle, MA Counselling University of Canberra/Australien, Körperpsychotherapeut an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie an den Ruppiner Kliniken GmbH Neuruppin, Psycho-sozialer Berater und Coach in Berlin


Lösungen im Körper finden - Tips und Tricks für “Bewegte Sitzungen”

Der Workshop beleuchtet Wege, wie wir Klienten zur Präsenz im eigenen Körper verhelfen können. Anhand praktischer Übungen werden die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, wie unsere inneren und äußeren Bewegungen zusammenhängen und Anregungen erhalten, wie sie ihre Arbeit mit Einzelnen und Gruppen körperorientiert anreichern können.

Christa Cocciole (USA/D) Christa Cocciole hat als Tänzerin/Choreografin und als Systemische Therapeutin (DGSF, BAs in Tanz/Psych.) über 20 Jahre Arbeitserfahrung. Derzeit arbeitet sie bei der Fliedner Klinik Berlin und in privater Praxis, u.a. als Bewegungstherapeutin und DBT Skills Trainerin.


Den Körper im Coaching nutzen

Den Ausgangspunkt dieses Workshops bildet die simple Erkenntnis, dass an Wahrnehmung, Erleben und Lernen immer der ganze Organismus beteiligt ist. Coaching setzt typischerweise auf der kognitiven Ebene an. Somit bleiben oft die Chancen ungenutzt, die sich mit der Einbeziehung des Körpers ergeben. Dabei kann die Beachtung körperlicher Signale oder Ausdrucksmittel auf schnellem Weg zu Erkenntnissen und Lösungen führen. In diesem Workshop werden einige Beispiele für körperbetonte Interventionen aus verschiedenen Schulen mit Blick auf eine Anwendung im Coaching vorgestellt. Neben kurzen theoretischen Erläuterungen steht dabei die praktische Erfahrung im Vordergrund.

Dr. Irmgard Bohmann, Ärztin, systemische Therapeutin, Coach (DGSF), Coach-Ausbilderin, Geschäftsführerin des Instituts für persönliche Entwicklung und Gesundheit;
Dr. Josef Bohmann, Dipl. Chem., systemische Organisationsentwicklung und Coaching, Coach-Ausbilder,
www.bohmann.de


Was ist störungsspezifische Systemtherapie: Konzept, Diskurs, Praxis

Der Bezug zum Kongressthema "System und Körper" liegt nahe: Krankenheiten in klassischer Sicht sind Krankheiten des Körpers. Übertragen auf die Psyche geht es immer um Koppelungen zwischen Körper und Psyche und ihren jeweiligen Ankoppelungen an soziale Systeme.

Im Mittelpunkt soll eine Verbindung von kritischer Theorie (Pro und Kontra Störungsorientierung in Systemtherapie - damals und heute) und Praxis stehen.

Zu ersterem wird zusammengefasst: Welche Argumente gab und gibt es in der systemischen Welt gegen die Verwendung von Störungs- und Krankheitsbegriffen. Dann wird die systemische Sicht dazu referiert: Was ist Störung / Krankheit aus systemischer Sicht und welche Rolle spielt die Verwendung dieses Begriffes in der Organisation von Psychotherapie? Schließlich soll außer der Kritik an diesem Konzept auch eine fundierte Kritik an bestimmten Teilen dieser Kritik geführt werden.

An Fallbeispielen soll dann praktisch demonstriert werden, wie mit dem Krankheitsbegriff im systemischen Kontext gearbeitet werden kann oder muss: Was tun, wenn Klienten diesen Begriff verwenden? Was tun, wenn Kostenträger das benötigten (hier wird das Konzept der doppelten Buchführung vorgestellt)? Wie können Therapieprozesse beflügelt werden, wenn mit diesem Begriff operiert wird? Und wie kann man das tun und dennoch (oder gerade) als wichtigstes Prinzip der Systemtherapie beibehalten: Die Dekonstruktion festschreibender (Krankheits-)Begriffe. Dazu kann und soll es Fallbeispiele vom Workshopleiter (evtl. mit kleinen Demonstrationen seiner Arbeit) geben sowie Fallbesprechungen der Teilnehmer und Übungen für die Teilnehmer.

Dr. Hans Lieb, Dipl.-Psychologe, Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie, NLP und Systemtherapie, Psychotherapeutische Tätigkeit in Sucht- und psychosomatischen Fachkliniken, zuletzt als leitender Psychologe. Seit 1990 ambulante psychotherapeutische Praxis in Edenkoben. Lehrtherapeut / Supervisor in Verhaltenstherapie (IFKV Bad Dürkheim) und Systemtherapie (IF Weinheim), Diverse Veröffentlichungen zu Bibliotherapie „Psychosomatik“, Therapieschulenbegegnung VT und ST (zuletzt 2009: „Systemtherapie für Verhaltenstherapeuten.“ Carl-Auer-Verlag), Kritik am Konzept der Persönlichkeitsstörung, Macht in der Psychotherapie, Ausbildungsevaluation, Autor von: Störungsspezifische Systemtherapie. Auftaktbuch einer störungsspezifischen Reihe im Auer-Verlag. Verlag Carl Auer. Heidelberg.


Systemische Traumapädagogik - „Nicht ohne meinen Körper“

Bei der Entwicklung von Traumata spielt Körperempfindung und der eigene (wie der fremde) Umgang mit dem Körper eine bedeutende Rolle - „Trigger“ versetzen im Sekundenbruchteil in eine andere (gefährliche) Zeit, die Entfremdung vom Körper und die Unterbrechung der Verbindung zu ihm sind eine häufige Folge – einhergehend mit einer Verringerung der Fähigkeit, im „Hier undJetzt“ präsent zu sein.

In diesem Workshop werden Ideen vorgestellt, wie dieses Körper-Geist- Problem in seiner Dynamik verstanden werden kann und auf sanfte, gewaltfreie Weise ein hilfreicher Dialog zwischen Körper und Geist entwickelt werden kann, der dabei hilft, die Turbulenzen des Geistes zur Ruhe kommen zu lassen.

Es geht dabei zum einen um die Vorstellung eines systemisch orientierten Verständnisses von Trauma, das sowohl den individuumszentrierten Blick auf Trauma wie die Fokussierung auf kognitiv-emotionale Prozesse überschreitet. Zum anderen soll an Hand ausgewählter Experimente mit dem eigenen Körper erfahrbar werden, wie Elemente des Yoga in diesem Zusammenhang zu einem hilfreichen Bestandteil systemischer Praxis werden können.

Peter Luitjens, selbständig tätig in eigener Praxis in Weyhe; Familientherapeut (IFW), Systemischer Supervisor und Lehrtherapeut (SG), Yogalehrer (R.Sriram), Weiterbildungen in Hypnotherapie (MEG), Traumatherapie (PITT), Achtsamkeit (u.a. Kabat-Zinn)


Handlungsräume in Bewegung bringen

Das systemisch-lösungsorientierte Arbeiten im familiengerichtlichen Kontext

Nehmen wir 100 Gramm Schwarzpulver, streuen es auf die Erde und entzünden es, so wird das Ergebnis uns im besten Fall amüsieren - im schlimmsten ignorieren wir es. Die gleiche Menge festverschlossen und „eingegrenzt“ in einer Dose angezündet, wird uns im besten Fall schockieren - im schlimmsten uns und alle Beteiligten verletzen.

Praktiker im familiengerichtliche Kontext (Berater, Fachkräfte vom Jugendamt, Verfahrensbeistände, Sachverständige u.a.) bewegen sich zwischen einer Vielzahl von Grenzen. Nicht nur ihre Handlungsräume sind beschränkt, sondern auch die der Familienmitglieder. Dazu propagieren einige „best-practice Modelle“ in der Trennungs- und Scheidungsberatung die Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten noch stärker zu begrenzen. So sollen die Bedürfnisse der beteiligten Familienmitglieder nur nach festen Strukturen und mit „erlaubten“ Handlungen befriedigt werden dürfen. Durch diese eingrenzenden und einengenden Eigenschaften produzieren diese Beratungskontexte allerdings ein zusätzliches eskalierendes Element. Der klassische psychologische Sachverständige mit seinem Fokus auf die Selektion von guten und schlechten Eltern und in seiner „Unberührbarkeit“ für die Klienten stellt die Sperrspitze dieser defizitorientierten und eingrenzenden Haltung dar.

Das systemisch-lösungsorientierte Arbeiten als Sachverständiger ist zu diesen beschriebenen Ansätzen ein Gegenentwurf. An deutschen Familiengerichten ist dieses ausschließlich systemische Vorgehen weitgehend unbekannt. Das Ziel seiner Arbeit versteht er darin, die Handlungsräume der Protagonisten zu erweitern, die Wahrnehmung der Klienten mit neuen Perspektiven anzureichern und ihnen so zu neuen Erfahrungs- und Lernkontexten zu verhelfen.

Im Workshop werden wir den familiengerichtlichen Kontext mit ihren hochstrittigen Protagonisten aus einer reinen systemischen Perspektive erfahren. Wir werden über Haltungen (Allparteilichkeit im Sinne einer interventionsorientierten Neutralität) diskutieren und nützliche Interventionen (bzw. Abwandlungen vom Timeline- Modell) ausprobieren und wir werden versuchen, nützliche Angebote in den individuellen Berufsalltag der Teilnehmer zu transferieren, um so die Handlungsräume auch von Beratungskontexten in Bewegung zu bringen.

Mike Lehmann, Dipl.-Psych., Lösungsorientierter Sachverständiger im Familienrecht, Systemischer Therapeut/Familientherapeut (DGSF), Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut, Coach und Dozent


Körperorientierte systemische Therapie

Nichts ist im Denken und Fühlen, ohne auch im Körper zu sein. Körperintegrierende systemische Psychotherapie nutzt die Körperwahrnehmung, um erfahrbar zu machen, was unseren Klienten von Bedeutung ist und welche Beziehungserfahrungen damit zusammenhängen. In dieser Vergegenwärtigung bzw. Verlebendigung kann die Erfahrung hilfreich sein, jetzt das zu tun, was bisher nicht möglich war.

Der Workshops versucht zu veranschaulichen, wie systemisches Arbeiten den Körper integriert, Klienten in ihrer Selbststeuerung unterstützt und ernst nimmt. Wir arbeiten methodisch mit Atmung, Blickkontakt, Berührung, Bewegung und Interaktionen. Wir bieten Übungen und Austausch in Kleingruppen an, um einen Bezug zwischen Körperwahrnehmung und persönlichen Lebensthemen zu erkennen. Mögliche Themenfelder sind z.B. Bedürfnis, Wille, Liebe.

Der Workshop wendet sich vor allem an interessierte Einsteiger, die Lust haben, mehr über sich (und ihren Körper) zu erfahren. Wenn möglich Matten mitbringen.

Alle Workshopleiter arbeiten als systemische Körperpsychotherapeuten und erhielten ihre Ausbildung an der GST-Berlin (Ausbildung 2010-2013):

Ina Kaplick, Mediatorin M.A., HP für Psychotherapie, arbeitet außerdem in freiberuflicher Tätigkeit als systemischer Coach/Supervisorin

Anne Göllnitz, Mediatorin und Coach

Christoph Klein, Dipl.-Pädagoge und Familientherapeut (DGSF)

Barbara Teske, Dipl. Rehabilitationspsychologin

Buch zum Kongress von Andras Wienands

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht