System & Körper – "back to the roots" oder der Körper als Ressource in der systemischen Praxis


Filme

Parallel zu den Workshops gibt es die Möglichkeit, die folgenden Filme zu sehen.


Martin J. Kirschenbaum – ein filmisches Portrait

Samstag, 28.09. 11.00 - 14.00

Martin J. Kirschenbaum war einer der Ersten, die in den 1970er Jahren die systemische Familientherapie nach Deutschland brachten. Er initiierte die Gründung von mehreren Familientherapie-Instituten (München, Berlin, Hamburg) und leitete von 1975 bis 2005 fortlaufend dreijährige Weiterbildungsgänge in integrativer Paar- und Familientherapie. Ehemalige Ausbildungsteilnehmer gründeten weitere Institute. Martin Kirschenbaum hat der systemischen Therapie im deutschsprachigen Raum wesentliche Impulse gegeben.

Er ist der humanistisch-wachstumsorientierten Familientherapie Virginia Satirs zuzuordnen, betonte jedoch zusätzlich die Integration psychodynamischer und körpertherapeutischer Konzepte. Seminare in Körperorientierter Psychotherapie nach George Downing waren in München von 1975 an Teil seiner Weiterbildungsprogramme. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit legte er großen Wert auf die persönliche Weiterentwicklung der Teilnehmer durch intensive Selbsterfahrung. Er ermutigte durch seine offene und direkte Art, sich mit der eigenen Person, der eigenen Paarbeziehung sowie der Prägung durch die Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Eine seiner besonderen Stärken war es, angehende Therapeuten dazu anzuregen, vor den Klienten-Familien nicht perfekt sein zu müssen, sowie der eigenen Kreativität und Weisheit zu vertrauen. Authentizität, Humor und gelegentlich auch Provokation waren wesentliche Elemente seines Unterrichtens.

Im Jahr 2005 musste er wegen gesundheitlicher Probleme im Alter von 77 Jahren seine Lehrtätigkeit in Europa beenden. Das Münchener Institut für Systemisch- Integrative Therapie, MISIT e.V. hat 2011 ein filmisches Portrait über diesen unkonventionellen und höchst kreativen Lehrtherapeuten erstellt. Darin wird er, rückblickend auf sein Leben, noch einmal sichtbar als wunderbarer Erzähler von Geschichten und als glaubwürdiger Vertreter der humanistischen Psychologie und des damit verbundenen Wachstumsmodells. Einige Monate nach den Filmaufnahmen verstarb Martin Kirschenbaum im Alter von 83 Jahren an seinem Wohnort in Kalifornien.


My Palestine

Samstag, 28.09., 11.00-14.00

"My Palestine", das sind Kurzfilme als Ergebnisse eines Workshops, den ich im Auftrag des Goethe Instituts und mit freundlicher Unterstützung der Allianz Kulturstiftung entworfen und durchgeführt habe - im Westjordanland, dem palästinensischen Autonomiegebiet.

Designed und realisiert als soziokulturelle Maßnahme (als sog. capacity building expert) wurde von mir dabei besonderer Wert auf systemische Visionsarbeit gelegt - der 10-tägige Kurs richtete sich an junge Filmemacher und Schauspieler, die ihre Vision eines "persönlichen Palästina" entwickeln konnten. Also ein Wegkommen von Kontexten und Erwartungen (der Eltern, der Freunde, etc.), und stattdessen sich selbst die Frage stellen: Wie will ICH es haben, MEIN Palästina?

Die Ergebnisse sind kreativ bis humorvoll, romantisch bis sarkastisch - die Filme liefen erfolgreich (als Workshopergebnisse!) auf internationalen Filmfestivals in Mexiko, Bolivien, Argentinien, der Schweiz, in Spanien (2 mal), Peru, in Deutschland (bis heute 3 mal), und in Bosnien-Herzegovina, wo ein Film sogar den Kritikerpreis der Jury gewann.

20 Jahre lang habe ich im Film gearbeitet und weiß: Filme sind hochkomplexe Kommunikation, sehr emotionales Medium - im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Projektionsfläche. Kreative Workshops (mit jungen Filmemachern in sog. "Schwellen- und Entwicklungsländern") mit systemischer Visionsarbeit zu verbinden - das ist Ziel und Ansatz meiner Akademie "LOST SENSE MEDIA" (www.lostsensemedia.org). Unsere aktuellen Ergebnisse möchte ich mit "My Palestine" gerne vorstellen.

Boris Laaser ist systemischer Coach (GST), international media consultant und capacity building expert. Er arbeitete 20 Jahre lang in Film und Fernsehen.

 

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht

Buch zum Kongress von Andras Wienands

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht

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