System & Körper – "back to the roots" oder der Körper als Ressource in der systemischen Praxis


Workshops I

Donnerstag, 26.09.

14.00-18.00


Ambivalente Wünsche. Zielkonflikte in der Sexualtherapie

Auf den ersten Blick scheint die Zielperspektive in der Sexualtherapie eindeutig:  Die Klienten wollen zu einer funktionell und emotional befriedigenden aktiven Sexualität kommen. Aber diesem Ziel stehen nicht nur „klassische“ Hindernisse wie Versagensangst, Scham oder Unsicherheit entgegen. Oft sind die Ziel selbst ambivalent, weil im sexuellen Begehren sowohl sozial akzeptierte wie „politisch inkorrekte“ Elemente aktiv sind.  So können Wünsche nach Gegenseitigkeit (Zärtlichkeit, Nähe, Intimität)  einer latenten oder manifesten Faszination für Unterwerfung, Abhängigkeit, Instrumentalisierung widersprechen. Daraus ergeben sich konflikthafte Auftragslagen, aber auch lähmende Therapieverläufe.

Im Workshop werden Möglichkeiten des therapeutischen Vorgehens vorgestellt. Er ist gedacht für therapeutisch fortgeschrittene Teilnehmer.

Ulrich Clement Prof. Dr. phil Dipl.-Psych., apl. Professor für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg, Psychologischer Psychotherapeut, Mitbegründer und Leiter des Instituts für Sexualtherapie Heidelberg, Dozent und Lehrtherapeut der Internationalen Gesellschaft für systemische Therapie (IGST) e.V., Lehrtherapeut für systemische Therapie und Lehrender Coach (Systemische Gesellschaft SG), Supervisor (BDP, IGST, SG) und Lehrender Coach (SG)


„Wie Oliver Herr der Meere wird“ – mit Familien spielen

Wenn wir Kinder als Experten ihrer Lebenssituation in die Familientherapie einbeziehen, ohne sie als kleine Erwachsene zu behandeln, dann müssen wir uns auf ihre Sprache, auf ihre Mitteilungs- und Verarbeitungsweise, nämlich auf das Symbolspiel, einstellen. Das Symbolspiel ist der Königsweg zu Kindern, und im Symbolspiel finden Kinder wie Eltern Zugang zu ihrer Kreativität.

Im Vortrag wird aufgezeigt, wie das Spiel Zugang zu verweigernden Kindern schafft, wie das Agieren der Kinder ins Spiel übergeführt werden kann, und wie Kinder im Familienspiel überraschende Lösungen zeigen.

Vertiefend zum Vortrag wird im Seminar aufgezeigt, welche psychodramatischen Interventionen bei unterschiedlichen Störungsbildern eingesetzt werden, um Veränderungen und Lösungen in der Familie anzuregen.

Alfons Aichinger, Dipl.Psych., Dipl.Theol., Psychol. Psychotherapeut, von 1975 bis 2012 Leiter der Psychologischen Familien- und Lebensberatung der Caritas Ulm,

Weiterbildungsleiter und Supervisor am Moreno Institut Stuttgart und Szeneninstitut Köln.


Improvisation mit Masken

Improvisationstheater ist zu einem bewährten Ansatz der niederschwelligen Intervention in verschiedenen Kontexten geworden. Als große Stärke des Improvisationstheaters erweist sich dabei die Möglichkeit spielerisch neue Verhaltensweisen zu erproben. In unserer Arbeit stießen wir jedoch immer wieder auf zwei Hürden, welche die Wachstumsbestrebungen der Teilnehmer behinderten. Zum einen die Exponiertheit des „nackten“ Spielers auf der Bühne, der beim Probieren von Neuem am liebsten nicht gesehen werden möchte. Zum anderen die Dynamik des Spiels gepaart mit der Dominanz bekannter Verhaltensmuster, die oft bewirken, dass die Spieler beim Probieren des Neuen wieder beim Alten landen. Hier kann die Verwendung von Masken die Spieler unterstützen. Zum einen versteckt die Maske das Gesicht des Spielers vor den Zuschauern, und er kann die Verantwortung für sein Handeln scheinbar abgeben. Zum anderen betont die Maske bestimmte rollenbezogene Aspekte und bildet in ihrer Unveränderlichkeit einen stabilen Anker für das neue Verhalten. Die Improvisation mit Masken verbindet so eine tranceartige Veränderung des Bewusstseins und die spontane Aktion des Improvisationstheaters zu einem starken Wachstumsimpuls.

In unserem Workshop stellen wir die theoretischen Konzepte unserer Arbeit vor und machen in exemplarischen Übungen die Wirkung der Improvisation mit Masken selbst erfahrbar.

Maja Dshemuchadse, Dr. rer. nat., Dipl.-Psych., Systemische Therapeutin und Beraterin, in eigener Praxis tätig als Beraterin, Coach und Trainerin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeine Psychologie der TU Dresden; www.knoten-lösen.de

Stefan Scherbaum, Dr. rer. nat., MSc. Cogn. Sc., Systemischer Therapeut und Berater, in eigener Praxis tätig als Berater; Improtheatertrainer; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine Psychologie der TU Dresden; www.knoten-lösen.de


Choreografische Interventionen öffnen Möglichkeitsräume im Körper, zwischen Menschen, in Organisationen

Der Workshop aktiviert schöpferische Potentiale und stärkt den Umgang mit schwierigen Situationen und Veränderungsprozessen. Ein lustvoller Lern-und Erlebnisraum eröffnet neue Handlungsmuster und erweitert Kommunikationskompetenzen. Choreografieren wird hier als ein Prozess verstanden, der die Vielfalt des Erlebens und die Unterschiedlichkeit der Teilnehmer wahrnehmbar werden lässt um gemeinsam Neues zu erschaffen. Die Reflexion dieses Entstehungsprozesses ermöglicht einen Transfer in Alltag und Beruf. Dieser Workshop bietet Anregungen sowohl für die Arbeit in der Teamentwicklung als auch mit einzelnen Klienten. Bewegungserfahrung ist nicht erforderlich.

Kay Grothusen, Tischler, Tanzpädagoge, Choreograf (Theaterhochschule Amsterdam), Kommunikationstrainer (artop-Institut an der Humboldt-Universität), Qigong Kursleiter (Deutsche Qigong Gesellschaft) Seit 1993 freiberuflich als Choreograf, Trainer, Performer und Dozent in Deutschland und international tätig. Schwerpunkte: Teamentwicklung, kreative Lösungen und Leadership


Resonanzphänomene in der Psychotherapie

Der wohl wichtigste Einzelfaktor einer gelungenen Psychotherapie ist die Fähigkeit der TherapeutInnen mit ihren KlientInnen in Resonanz zu treten. Zugleich wird diesem Faktor in der Regel viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Wir werden uns in diesem Seminar mit den verschiedenen Resonanzphänomenen im Therapieraum beschäftigen, einige theoretische Konzepte für diese Phänomene diskutieren („Spiegelneuronen“, „Übertragung/Gegenübertragung“, „Vegetative Identifikation“, u. a.), erfahren, wie wir unsere Resonanzfähigkeit schulen können und natürlich ihre praktische Nutzung im Psychotherapieprozess.

Dipl. Pol. Marc Rackelmann, HP Psychotherapie, Körperpsycho- und Paartherapeut in eigener Praxis in Berlin-Friedenau, Zweiter Vorsitzender der Wilhelm-Reich-Gesellschaft e. V.


Das Bambus Prinzip

Resilienz und Widerstandskraft stärken im Umgang mit Krisen, Stress und Seelischen Belastungen, durch einen flexiblen Geist und einen beweglichen Körper. Wie können wir von der Weisheit des Bambus lernen? Auch wenn der Wind all seine Kraft zusammenballt, er vermag sich nur zu beugen, nicht zu brechen. Wir stellen ausgewählte Interventionen aus dem Resilienz-Zirkel-Training vor, die sich besonders für den Einsatz im Systemischen Coaching und der Systemischen Therapie eignen.  

Gabriele Amann Arbeitet seit 1996 als selbständige Beraterin, Trainerin, Systemischer Coach und Familientherapeutin. Ihre Schwerpunkte bilden, neben der Betrieblichen Gesundheitsförderung, die Umsetzung interaktiver Trainingsformate zu den Themen Kommunikation, Leadership, Embodiment und Resilienz. Infos: www.resilienzforum.de


Körpereinsatz im Team

Wenn wir als Team zusammen kommen, bestehen wir nicht nur aus „Köpfen“. Wir bringen unseren ganzen Körper mit – und könnten ihn nutzen, wenn wir wüssten, wie.

Im Workshop werden einfache Methoden vorgestellt, wie unter unkomplizierten Einsatz (auch) der Köper der Teammitglieder die Zusammenarbeit verbessert und die kollegiale Beratung um köperbetonte Methoden effektiv erweitert werden kann. Die TeilnehmerInnen können eigene Fragen und Praxisbeispiele zur Beratung einbringen.

Johannes Herwig-Lempp, Dipl.-Sozialpädagoge, Systemischer Sozialarbeiter, Dr. phil., Professor für Systemische Sozialarbeit/Sozialarbeitswissenschaften an der Hochschule Merseburg, Leiter des ersten deutschen Masterstudiengangs für Systemische Sozialarbeit. Lehr- und Forschungsgebiete u.a.: Systemische Sozialarbeit, Jugendhilfe, Kollegiale Beratung, Beschwerdestellen. Erfahrungen als Sozialarbeiter in der Drogenarbeit, im Sozialpsychiatrischen Dienst und in der Familienhilfe. Fortbilder, Supervisor und Autor. Partner in dem EU-Projekt „Systemic Social Work Throughout Europe“, www.herwiglempp.de, johannes@herwig-lempp.de


Zur Bedeutung Atmosphärischer Intelligenz

oder: „Wenn Mira kommt, ist alles anders.“

Atmosphären sind ein wesentliches Struktur- und Motivationsmerkmal der Organisation menschlicher Beziehungen. Das atmosphärologische Konzept eignet sich besonders, wenn wir Krisen- und Konfliktsituationen verstehen und uns in ihnen erfolgversprechend bewegen wollen. Es erweitert systemtheoretische Zugänge zur Selbstorganisation menschlicher Beziehungen um wichtige leiblich-ästhetische Perspektiven.

Wir stellen die besondere Logik atmosphärischen Denkens und Handelns mit systemischem Hintergrund vor und bieten erste Erfahrungen mit dem Konzept:

- Was ist das Besondere an Atmosphäre? Chancen und Wirksamkeiten aus einem grundständig metaphorischen Erleben.
- Teams, Familien und andere Vereine: Was beeinflusst Atmosphäre?
- Tipps zur Entwicklung atmosphärischen Denkens und Handelns

M.A. Matthias Ohler, Jahrgang 1960
Panoramastr. 12a, 69198 Schriesheim
Philosoph, Linguist, Systemischer Berater & Coach, Musiker.
Mitbegründer des Ludwig-Wittgenstein-Instituts, Leiter der Carl-Auer Akademie.
Dozent für Weiterbildungsinstitute und Hochschulen.
www.matthias-ohler.de


A Capella Improvisation

Dieser Workshop ist stark praxisorientiert ,Vorkenntnisse sind NICHT erforderlich!

Das gemeinsame improvisierte Singen spannt einen Raum auf, der Begegnung, freudvolle musikalische Kommunikation & einen mit der Zeit „unzensierten“ Selbstausdruck ermöglicht: Aus dem Moment heraus entstehende Melodien, Geräusche & Rhythmen werden sich zu einzigartigen Musikstücken verweben.

Stimmliche, körperliche & gedankliche Blockaden werden spielerisch sukzessive losgelassen, das Vertrauen in & die Freude über die eigene authentischen Aussagekraft gestärkt. Die hier gesammelten Erfahrungen sind übertragbar auf unser Auftreten & unsere Interaktion mit Menschen im Alltag.

Johanna Seiler, Dipl.Pianistin, Komponistin, VocalArtist, Coach f. Stimmentfaltung & Improvisation (Kurse & Circle Song Events europaweit - an Musikhochschulen, psycholog. Instituten, als Management-Training, auf Kongressen). Langjähr. Erfahrung in u.a. Systemischer Therapie &  SoundHealing.


Wenn ES weh tut - das Phänomen Schmerz

Schmerz gehört zu den eindrücklichsten menschlichen Erfahrungen - er ist sowohl sinnvolles Alarmsignal als auch grausamer Folterknecht. Langanhaltende Schmerzen heilen, lindern und akzeptieren zu lernen, ist eine große Herausforderung für PatientInnen, deren Angehörige und die BehandlerInnen.

Wir bieten „Schmerz- und Heilmittel aus unserer psychotherapeutischen Apotheke“ an und laden ein, einiges davon am eigenen Leib zu erfahren. Wir verbinden unseren systemischen Hintergrund mit hypnotherapeutischen Angeboten und körper- und musiktherapeutischen Methoden, ergänzt durch Aktuelles aus der Schmerzforschung. Ziel ist ein erhöhtes Schmerzverständnis, das der therapeutischen Arbeit zu Gute kommt.

Brigitte Veith, Dipl.-Soz.Päd., System. Therapeutin (DGSF), Supervisorin (DGSF), Kinder- und Jugendtherapeutin (DGSF), Musik-, Körper- und Traumatherapeutin, Nürnberg.

Ulrike Huibens, psych. Psychotherapeutin, System. Therapeutin (DGSF), spezielle Schmerztherapie (DGSS), Nürnberg.


Mehr Lust für Paare – wie leidenschaftlicher Sex in langjährigen Beziehungen (wieder) möglich wird

Sex zwischen Partnern, die sich bereits länger kennen, unterscheidet sich von der sexuellen Begegnung am Anfang einer ‚Liebschaft‘.

Während Sexualität am Anfang einer Beziehung oft rauschhaft als Wunsch nach Eroberung, Verführung und Verschmelzung erlebt wird, ist das Erleben lustvoller Sexualität in langjährigen Beziehungen eher mit dem Gefühl von Intimität verbunden.

Hierfür benötigen beide Partner meist neue Kompetenzen um sexuelle Funktionsmuster, einer Sprechfähigkeit zur Sexualität sowie einer Paarkultur, in der das Ausprobieren neuer sexueller ‚Spielarten‘ erleichtert wird.

Der/Die  TherapeutIn/ BeraterIn initiiert deshalb in der Systemischen Sexualberatung Prozesse, die beiden Partnern eine Weiterentwicklung dieser Fähigkeiten auf authentische Art ermöglichen.

In diesem Workshop werden die Grundannahmen einer Systemischen ‚Lustberatung‘ sowie zentrale Methoden und Übungen vorgestellt, die Partner Ihre aktuellen Grenzen der Sexualität überwinden und neue Formen einer auf Intimität basierenden Lust, Leidenschaft und Ekstase kennenlernen lassen.

Tobias Günther, Dipl.Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Lehrender für Systemische Therapie und Beratung (DGSF), Lehrender für Systemisches Coaching (DGSF), Sexologe, Leiter des Systemischen Zentrums in Berlin und Wiesbaden, Arbeit u.a. in eigener Praxis mit Spezialisierung auf dem Feld Systemischer Sexualtherapie und –beratung.


Mit dem Körper auf „Ich“ und „Du“:  Achtsamkeit und Selbstfürsorge als heilsame Methoden zum Leben und Arbeiten

Burnout ist ein reales Berufsrisiko in helfenden und heilenden Berufen. Aber auch mildere Erscheinungsbilder von „Systemüberlastung“ haben Hochkonjunktur. Viele Menschen fühlen sich nicht mehr heil an Körper und Seele. Fast alle haben wir uns an leibliche wie seelische Spannungszustände und Symptome gewöhnt, die weit jenseits dessen liegen, was noch gesund zu nennen wäre. Gegenmittel sind täglich gelebte Strategien von Achtsamkeit und Selbstfürsorge.

Wie sorgen wir gut für uns selbst, halten unsere eigenen Systeme in der Balance? Wie können wir durch hoch wirksame Methoden unseren beruflichen wie privaten Lebensbereich um neue Kompetenzen bereichern und unsere Handlungsräume weiten? Wie leisten wir hilfreich Beziehungsarbeit, ohne uns von den „dark continents“ unserer Klienten und Patientinnen „infiziert“ zu fühlen?

Gearbeitet wird im Workshop mit imaginativen Techniken sowie mit Methoden aus der Körperpsychotherapie allein, zu zweit und in der Gruppe. Mit den leicht umsetzbaren Übungen für zu Hause wie für den Arbeitsplatz beugen wir jedweder Eigenüberlastung, Verbitterungsstörung oder Resignation vor oder heilen uns selbst. Ihr Transfer in die berufliche Praxis fördert die Fachlichkeit wie Menschlichkeit, was wiederum die Arbeitsfähigkeit wie -zufriedenheit steigert.

(Bitte Sitzkissen und Decke oder Matte mitbringen)

Helmut Kuntz, 1955, Familientherapeut, DGSF, Körper(psycho)therapeut, Suchttherapeut, Referent für Fort- Und Weiterbildung, Supervisor, Autor


IFS – Systemische Therapie mit der „Inneren Familie“ nach Richard C. Schwartz

Die einfachen Techniken dieses Therapiemodells und seine wertschätzende Haltung bieten einen achtsamen Weg zu Entlastung und Heilung. Ziel ist es, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen den sich oft bis zur Lähmung zankenden inneren Anteilen, die sich aufgrund der Lebensumstände in der Kindheit notwendigerweise ausgebildet haben, diese von ihren damals sinnvollen, heute aber hinderlichen, extremen Rollen zu befreien und sie neu zu organisieren. Die Berührung mit dem eigenen unverwundbaren Kern und seiner Weisheit bewirkt erstaunliche Veränderungen in der Symptomatik und dem Umgang mit Anderen und verhilft außerdem zu innerem Frieden und Spiritualität.

Früher kam ich abends so manches Mal erschöpft, ausgelaugt und ratlos aus meiner Praxis nach Hause. Seit ich mit IFS arbeite, ist meine Arbeit als Therapeutin leicht geworden; sie berührt und erfüllt mich.

Eva Orinsky, geb. 1955, zwei erwachsene Kinder, Studium der Erziehungswissenschaften, Psychotherapeutin (HPG), Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin (DGSF), Lehrtherapeutin (DGSF), Systemische Körperpsychotherapeutin, Internal Family Systems Therapist (Richard C. Schwartz, Heidelberg), Kontemplative Kommunikationstherapeutin, Trainerin in Gewaltfreier Kommunikation, Eigene Praxis im Münchner Osten.


Der Körper vergisst nicht – Der Körper als Ressource in der Trauma-Arbeit mit Einzelnen und mit Familien

Der bedeutsamen Reaktionen des Körpers während einer Traumatisierung , aber auch die grundlegenden Möglichkeiten der Nutzung des Körpers bei der Genesung von Trauma-Folgen sind seit langem bekannt (van der Kolk 1994) und werden durch die neueren Erkenntnisse aus der Neurobiologie bestätigt (Hüther et al 2010). So gibt es beispielsweise Ideen darüber, dass der Körper schon in vorsprachlichen Entwicklungsstufen die Spuren von frühkindlichen Traumatisierungen festhält und ebenso davon, wie trotz extremer Trauma-Folgen - z.B. bei einer sog. Ego-State-Disorder - durch körperbezogene Interventionen eine bessere Affektkontrolle gelingen kann.

In diesem Workshop sollen Interventionsformen der Therapie mit Einzelnen und mit Paaren und Familien demonstriert werden, die auf den Ebenen der Kognitionen, der Emotionen und des Körpererlebens zu einer Hirn- und Körper-freundlichen Stabilisierung und Trauma-Integration beitragen. Dabei werden die eigenen körperlichen Impulse der Betroffenen genutzt:

bei der akuten Trauma-Nachsorge, der multimodalen Verankerung von positiven Lebensereignissen, bei Schritten zu einer verbesserten Affekt-Kontrolle und bei der Arbeit mit Zeichnungen von Kindern und Erwachsenen.

Alexander Korittko, Dipl. Sozialarbeiter und  Paar- und Familientherapeut, Systemischer Lehrtherapeut und  Supervisor (DGSF); seit 1975 in einer kommunalen Jugend-, Familien- und Erziehungsberatungsstelle in Hannover tätig, Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (ZPTN); Co-Autor zusammen mit Karl Heinz Pleyer von „Traumatischer Stress in der Familie“, 322 S., Vandenhoeck und Ruprecht, 2010.


Einführung in die Akzeptanz- und Commitment-Therapie

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie („ACT“ – gesprochen als ganzes Wort und nicht als drei einzelne Buchstaben) ist ein verhältnismäßig neuartiger Behandlungsansatz, der zur sogenannten „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie gerechnet wird. Das übergeordnete Ziel der ACT ist, die psychische Flexibilität zu erhöhen. Psychische Flexibilität bedeutet dabei, dass eine Person in vollem Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment steht und ihr Verhalten ändern oder beharrlich beibehalten kann – je nachdem, was die aktuelle Situation und die selbst gesetzten wertebezogenen Ziele erfordern. Um dies zu erreichen werden sowohl Akzeptanz- und Achtsamkeitsstrategien als auch Strategien der Verhaltensänderung und des engagierten Handelns eingesetzt.

Die psychische Flexibilität, um die es bei ACT geht, bezieht immer auch den Kontext des Verhaltens mit ein. Von daher gibt es hier durchaus Berührungspunkte mit der systemischen Beratung und Therapie und eine ganze Reihe der ACT-Methoden erweisen sich auch im systemischen Rahmen als sinnvoll und hilfreich. Der Workshop gibt zunächst einen Überblick über die Kernprozesse von ACT und verdeutlicht daran das grundsätzliche Vorgehen in der Therapie. ACT ist dabei ganz wesentlich ein erlebnisorientierter Ansatz. Der Schwerpunkt des Workshops liegt dementsprechend auf der Selbsterfahrung.

Michael Waadt, Privatpraxis für Psychotherapie und strategisches Coaching, München, und Leiter des insas Instituts für Arbeit und seelische Gesundheit.


Distanz und Nähe - unser Körper bei der Suche nach Beziehung

Im Workshop werde ich  Nähe - Distanz Skulpturen von Virginia Satir demonstrieren und  anleiten. Im ersten Teil der Veranstaltung wird diese Skulpturmethode  aus  Sicht einer Beobachtenden und Fragenden  erfahren – im zweiten Teil sind die TeilnehmerInnen  Akteure und Prozessführende. Hierzu werden in kleineren Settings Übungsmöglichkeiten  angeboten und mit Microteaching begleitet. Zum Abschluss werden wir „Exportmöglichkeiten“ in die jeweiligen Arbeitsfelder der TeilnehmerInnen reflektieren.

Michaela Herchenhan,  Diplompädagogin, Systemische Paar -  und Familientherapeutin(DGSF) in eigener Praxis, Supervisorin (DGSF),Lehrende für Beratung (DGSF) Organisationsberaterin und Referentin in verschiedenen Instituten und Organisationen, Leiterin des Regionalinstitutes WMC Bayern; ehemalige stellvertretende Vorsitzende der  DGSF; familienpolitische Sprecherin der DGSF;

Praxis für Familie und System:  herchenhan.familieundsystem@t-online.de


Körper, Klang und Schwingung oder schwingende Körper??

Klangschalen und Gongs in der ressourcenorientierten Arbeit mit Einzelnen und Gruppen

Die  Schwingungen der Klangschalen lassen sich vergleichen mit einem Stein, den man ins Wasser wirft und der ganz gleichmäßige, harmonische Kreise zieht.  Schlagen wir eine Klangschale auf oder neben dem Körper an, so breiten sich die Schwingungen durch alle Zellen des Körpers aus.

Wir konzentrieren uns dabei auf das Gesunde und unterstützen damit die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Ich setze die Körperarbeit mit Klangschalen ergänzend sowohl in der systemisch-lösungsorientierten Beratung und Therapie als auch im Coaching ein.  Der Einsatz von Klangschalen und Gongs ist auch hilfreich beim Einsatz von Imaginationsübungen und Fantasiereisen sowohl im traumatherapeutischen Kontext, als auch bei burnout-Prophylaxe u.ä.

Der workshop vermittelt einen Einblick über die vielfältigen Anwendungsbereiche der Klangschalen in Therapie und Beratung. Gleichzeitig kann die Wirkung der Klangschalen und des Gongs selbst erfahren werden.

Sabine Heppel, Dipl.Soz.Päd, Heilpraktikerin für Psychotherapie; systemische Familientherapeutin und Supervisorin (DGSF), Traumatherapeutin und Klangschalenpraktikerin


Raus aus dem Sessel – Coaching in Aktion!

Was passiert häufig in Coachings? Sitzenderweise werden die Themen und die Lösungen vor allem auf der mentalen Ebene besprochen. Für den Coachee soll sich was verändern – was bewegen – und das in einem körperlichen „Ruhezustand“?

In diesem Workshop werden wir in Bewegung und in Aktion kommen und die Erfahrungen und Erlebnisse mit Coaching in Bewegung und in Aktion im Raum austauschen. Wir werden uns anschauen und erfahrbar machen, was anders ist und was das für die Stimmigkeit und Kongruenz der mentalen, emotionalen und körperlichen Ebene bedeutet. Mit allen Sinnen sozusagen! Und dann knüpfen wir uns noch die Methode des inneren Teams vor und setzen das konkret in Aktion(en).

Steffen Liebener, Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer & Inhaber von Liebener Coaching,arbeitet seit 2009 als systemischer Coach & Supervisor (GST), arbeitet auch als IT- und Projektberater und gibt Trainings im Projektmanagement


Von der Sprache zum Körper – Der Krealog in der systemischen Paartherapie

Ich stelle Ihnen in diesem Workshop eine Interventionsmöglichkeit vor, die mit dem Bewusstseinszustand der inneren Achtsamkeit arbeitet. Der Krealog, ein achtsamkeits-körperorientierter Dialog, hilft auf innere Vorgänge und Signale zu achten und sie auszusprechen. Dabei wird der Körper als Gesprächs- und Dialogpartner angefragt. Der Krealog geht davon aus, dass der Körper frische, noch nicht gewusste und gedachte Impulse zur Verfügung hat, die für unser Wohlbefinden sorgen und heilende Lösungsschritte eröffnen. Systemische Arbeitsweisen werden mit Focusing ergänzt.

Zwei Menschen, die als Paar verbunden sind beziehen sich in einer besonderen Weise körperlich aufeinander. Sie teilen gemeinsames Erleben, wollen sich miteinander geborgen und sicher fühlen, Nähe und Sexualität genießen, einfach ein körperlich spürbar gutes Lebensgefühl miteinander haben. Daher liegt für die Paartherapie nahe, neben der Sprache das intuitive Wissen des Körpers mit ein zu beziehen.

Silvia Bickel-Renn, 
Dipl.Päd., Lehrtherapeutin (DGSF), 
Familien- und Systemtherapeutin (DGFS), 
heilkundliche Erlaubnis für Psychotherapie mit Erwachsenen, Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Supervisorin DGSF; leitet zusammen mit Sylvia Betscher-Ott das Würzburger Institut für systemisches Denken und Handeln. Integration von körperorientierten Verfahren: u.a. Focusing und Authentic Movement. Ehrenamtliche Mitarbeit in der DGSF / Fort-und Weiterbildungsausschuss, Co-Autorin von „Küsst die Liebe wach“, Klett-Cotta.


Musiktherapie im systemischen Kontext

Der Workshop „Musiktherapie im systemischen Kontext“ soll einen Einblick in die Methodik und Didaktik psychotherapeutisch fundierter Musiktherapie geben und ihre Wirkfaktoren innerhalb systemischer Techniken darstellen.

Dabei liegen die Schwerpunkte auf der musiktherapeutischen Umsetzung mentalisierungsbasierter Ansätze und der (kreativ)therapeutischen Arbeit im Rahmen der Mehrfamilientherapie in der Klinik. Neben einer theoretischen Einführung zu mentalisierungsbasierter Musiktherapie werden Ergebnisse aus der interdisziplinären Arbeit aufgezeigt, mit Videomaterial untermauert und die verschieden Methoden praktisch über Rollenspiele erfahrbar gemacht und methodologisch analysiert.

André Klinkenstein, Direktor des Instituts für Musiktherapie Berlin,, Dipl. Musiktherapeut, Lehrmusiktherapeut, Hochschuldozent

Mike Beckmann, Erzieher, Musiktherapeut, Musiktlehrtherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie


Vom Schauspiel lernen: Körper und Stimme - als Basis für Kontakt und Kommunikation

Auf der Bühne braucht es eine große Begegnungseindeutigkeit- will man auch noch in der 20. Reihe gesehen und verstanden werden.

Wir betrachten den Körper als Instrument für Klarheit in der Begegnung, nutzen den Körper und seine Stimme für Variationsreichtum in Kontakt und Gespräch und testen Prinzipien des Gesprächs, welche Betrachtungsweisen von Kommunikation erweitern. Nach der positiven Erfahrung auf der Jahrestagung in Freiburg bieten wir Supervisor/innen, Coaches und anderen Berater/innen erneut die Chance, neue Impulse und Erkenntnisse für ihre eigen Praxis zu gewinnen. Minimale Theorie- Maximale Praxis!

Prof. Christoph Hilger, Berlin, Schauspieler, Sprecher, Sprecherzieher und Coach, Trainer für Stimme, Präsenz und Körpersprache

Rüdiger Beinroth, Vlotho, Systemischer Familienberater, Supervisor und Coach, Sprecher der Fachgruppe Supervision, Coaching und Organisationsberatung

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht

Buch zum Kongress von Andras Wienands

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht

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