Hannes Heer, geboren 1941
Staatsexamen in Geschichte und Literaturwissenschaft 1968 an der
Universität Bonn, Rundfunkautor, Dramaturg an den Schauspielhäusern
Hamburg und Köln, Filmregisseur für ARD und ZDF, 1993 – 2000
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für
Sozialforschung und Leiter der Ausstellung „Vernichtungskrieg.
Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944.“
Träger der Carl-von-Ossietzky- Medaille 1997. Zahlreiche
Dokumentarfilme und Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte. Lebt als
freier Publizist und Filmregisseur in Hamburg.
Publikationen 1999 - 2004
* Nicht Planer, aber Vollstrecker. Die Mitwirkung der Wehrmacht beim
Holocaust. In: Genozid in der modernen Geschichte, hrsg. von Stig
Förster und Gerhard Hirschfeld (Jahrbuch für historische
Friedensforschung, Bd.7), Münster 1999, S. 60 –100
* Blockierter Schmerz. Warum das Erinnern an die Verbrechen der
Wehrmacht so schwerfällt, in: neue deutsche literatur, 47. Jg., Heft
527, September/Oktober 1999, S. 19 –32
* Tote Zonen. Die deutsche Wehrmacht an der Ostfront, Hamburg 1999
* (ed.) Hannes Heer and Klaus Naumann, War of Extermination. The
German Military in World War II, 1941-1944, New York – Oxford 2000
* Tote Zonen. Die Verbrechen der Wehrmacht in der kollektiven
Erinnerung der Bundesrepublik, in: Rostocker Philosophische Hefte,
Neue Folge, Heft 8, 2000, S.29 – 52
* Zeit der Erinnyen, in: Jennifer Wasmuth (Hg.), Zwischen Fremd- und
Feindbildern, Münster 2000, S. 23 – 32
* Einübung in den Holocaust: Lemberg Juni/Juli 1941, in: Zeitschrift
für Geschichtswissenschaft, 49. Jg., Heft 5, Mai 2001, S. 409 – 427
* „Die große Maskerade des Bösen“. Dietrich Bonhoeffers Bild und
Bewertung des Nationalsozialismus, in: Zeitschrift für
Geschichtswissenschaft, 49. Jg., Heft 12, Dezember 2001, S. 1074 –
1096
* Lemberg 1941: Die Instrumentalisierung der NKWD-Verbrechen für den
Judenmord, in: Wolfram Wette und Gerd R. Ueberschär (Hg.),
Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. Festschrift für Manfred
Messerschmidt zum 75. Geburtstag, Darmstadt 2001, S. 165 –177
* Völkerverschiebungen im Kontext des Zweiten Weltkrieges und die
Rolle der Deutschen Kriegsführung, in: Harald C. Traue und Sabine
Presuhn (Hg.), Menschen Strom Donau – Leben und Leiden an einen
Europäischen Fluß, Lengerich 2001, S. 65 –82
* Auch Togo bleibt deutsch, in: Martin Rendel und René Spitz (Hg.),
Das Weite suchen, Stuttgart – London, 2002, S. 75 – 89
* Vom Verschwinden der Täter. Die Auseinandersetzungen um die
Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944“,
in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 50.Jg., Heft 10, Oktober
2002, S. 869 – 898
* How Amorality became Normality. The Wehrmacht and the Holocaust,
in: Lessons and Legacies, vol. V, The Holocaust and Justice,
Evanston, Ill. 2002, p. 123 – 139
* La bataille autour de l’exposition « La guerre d’extermination.
Les crimes de la Wehrmacht de 1941 à 1944 « ou que faire de la tête
de Méduse , in: Sophie Wahnich (ed.), Fictions d’Europe. La guerre
au musée, Paris 2002, p. 277 – 301
* Hannes Heer, Walter Manoschek, Alexander Pollak, Ruth Wodak (Hg.),
Wie Geschichte gemacht wird. Zur Konstruktion von Erinnerungen an
Wehrmacht und Zweiten Weltkrieg, Wien 2003
* Extreme Normalität. Generalmajor Gustav Freiherr von Mauchenheim
gen. Bechtolsheim. Umfeld, Motive und Entschlußbildung eines
Holocaust-Täters, in : Zeitschrift für Geschichtswissenschaft,
51.Jg., 2003, Heft 8, S.729 – 753
* Das Ende einer Ausstellung. Über den Freispruch der Täter, die
angebliche Mitschuld der Juden und das Entfernen der Bilder, in:
Weiter erinnern? Neu erinnern? Überlegungen zur Gegenwart und
Zukunft des Umgangs mit der NS-Zeit, hrsg. von der Marburger
Geschichtswerkstatt, Münster 2003, S. 63 –130
* Entraînement pour la Shoah: Lemberg juin-juillet 1941, dans: 1941.
L’année décisive, Revue d’histoire de la Shoah. Le monde juif, nr.
179, Septembre/ Décembre 2003, p.74 –100
* Vom Verschwinden der Täter. Der Vernichtungskrieg fand statt, aber
keiner war dabei, Berlin 2004
* Gustav Freiherr von Mauchenheim gen. Bechtolsheim. Ein
Wehrmachtsgeneral als Organisator des Holocaust, in: Paul Mallmann
und Gerhard Paul (Hg.), Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische
Täterbiographien, Darmstadt 2004
* Das Schweigen des Hauptmanns Jünger. Ernst Jüngers Reise an die
Kaukasusfront 1942/43, in: Moritz Baßler und Ewout van der Knaap
(Hg.), Die kalte Sachlichkeit. Festschrift für Helmut Lethen zum 65.
Geburtstag, Würzburg 2004
* „Und dann kamen wir nach Rußland...“ Junge Soldaten im Krieg gegen
die Sowjetunion, in: Ulrich Hermann und Rolf-Dieter Müller (Hg.),
Feuertaufe. Junge Soldaten im Krieg ( Herbst 2004)