|
András
Wienands, Diplom Psychologe, geb. 1972
verheiratet, Vater von zwei
Söhnen.
Lehrender für systemische Beratung und Lehrtherapeut (DGSF), Systemischer
Berater, Therapeut und Supervisor. Leiter der Gesellschaft für
Systemische Therapie und Beratung. Begründung der
Lösungs- orientierten Systemischen Psycho-Somatik, einer
körperorientierten
Form systemischer Therapie und Beratung. Studium der Psychologie in
München (LMU), Berlin (HU) und den USA (Stanford). Stipendium
durch die Studienstiftung des deutschen Volkes. Ausbildung in
Systemischer Therapie, Beratung, Supervision und somatischer
Psychotherapie am Mental Research Institute (MRI), Palo Alto, am
Minuchin Center for the Family (MCF), New York und am IFW,
München. Seit 2000 Tätigkeit bei Kinderland e.V.
– Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und
Familien – in der systemischen Beratung, Therapie und
Supervision von Einzelnen, Paaren, Familien und Teamstrukturen.
Geschäftsführer der Gesellschaft für
Systemische Therapie und Beratung (GST).
In
meiner psychotherapeutischen Ausbildung hat mich das strategische
Denken der Palo Alto Gruppe sehr fasziniert. Lösungen als
Probleme zu begreifen und das Gegenteil logischer Lösungen als
Lösungen verstehen zu lernen, finde ich insbesondere
für unseren ‘vernünftigen’
Kulturkreis sehr bereichernd. Die Lehre von Paul Watzlawick und seiner
‘Therapy as if’, waren in Palo Alto ebenso
prägend wie die gemeinsame therapeutische Arbeit mit Richard
Fisch und Karin Schlanger, den Leitern des Brief Therapy Centers (BFT)
am MRI.
Das
Heidelberger Modell systemischer Therapie, und dessen Umsetzung an der
psychosomatischen Klinik am Hardberg waren eine weitere, im positiven
Sinne, verstörende Erfahrung. Symptome als
beziehungs-gestaltende Fähigkeiten zu erleben und die
kreativen Leistungen der Klienten innerhalb ihrer Bezugssysteme zu
betonen, habe ich als sehr befreiend empfunden. Die hypno -
systemischen Konzeptionen von Gunther Schmid haben mir zudem ein tiefes
Verständnis für die hypno-therapeutische Arbeit und
das Werk Milton Ericksons vermittelt.
Die
behutsame und zugleich konfrontierende Arbeitsweise Salvador Minuchins
haben mich gelehrt Konflikte nicht nur anzuerkennen, sondern bewusst zu
fördern. Ohne Konflikte innerhalb der Gespräche mit
Klienten gibt es auch keine Konfliktlösung. Dass das
strukturelle Modell von Minuchin nur dann seine Wirkung entfalten kann,
wenn Ressourcen und Fähigkeiten der Klienten betont werden,
macht aus seinem Ansatz im wahrsten Sinne des Wortes eine
‘Conflict Resolution Therapy.’
Im
Therapiezentrum der Prop Alternative konnte ich die Bedeutung der
mehrgenerationalen Konzeptionen von Boszormenyi-Nagy verstehen. Die
zumeist junge, drogenabhängige Klientel hat mich gelehrt warum
es manchmal einfacher ist, sich aus Loyalität zur Familie, im
eigenen Leben scheitern zu lassen, als alternative Wege zu gehen.
Die
psychosomatische Klinik Windach hat mit ihren Konzeptionen in den
Bereichen Angst, Zwang und Depression ebenso seinen Einfluss auf meinen
therapeutisch – beratenden Stiel ausgeübt, wie das
Therapiezentrum für Essstörungen des
Max–Planck Instituts für Psychiatrie.
Aus
meinem Lehrer Peter Müller-Egloff ist in all den Jahren ein
Freund und Kollege geworden. Sein tiefes Verständnis
für die Dynamik familiärer Systeme und sein
humorvoller und von Freude geprägter Arbeitsstiel haben mir
gezeigt, dass systemische Therapie und Beratung nicht nur ernste und
schwere, sondern insbesondere auch leichte und vergnügliche
Momente beinhaltet.
All
meinen Lehrern und Förderern bin ich in meinem heutigem
Arbeitsstiel in Dankbarkeit verbunden und freue mich über die
vielen ‘Stimmen’ die während meiner Arbeit
zu mir sprechen. Um es mit den Worten Minuchins auszudrücken:
“If I’m feeling alone in my work, I ask one of my
many voices, and they have always a suggestion what to do
next.”
e-mail
|