Systemische Therapie                                                                   (Ausbildungsabschnitt III)

Narrative Konzeptionen
oder Nichts ist wahr ohne sein Gegenteil
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Die Perspektive, Wirklichkeit in sozialen Systemen über Geschichten wahrzunehmen, führt zu der neuen und interessanten Frage, welche Geschichten eigentlich das Leben oder auch eine Familie regieren. Von welcher Art sind die Geschichten, die jemand sich und seiner Umgebung über sich selbst erzählt . Auf welche Ereignisse greift er dabei zurück, welche bleiben unberücksichtigt. Indem über das Problem geredet wird, erzeugen Therapeuten und Klienten das Problem, an dem sie in der Therapie arbeiten wollen. Anders formuliert: Systeme machen keine Probleme, sondern das Sprechen über Probleme macht Systeme. Die Rolle des Therapeuten ist dabei, mit grenzenloser Neugier und aus einer Position des Nichtwissens die Bedeutungen des Klienten kennen zu lernen, so dass mit der Zeit neue Ideen entstehen, sich berühren und zueinander in Beziehung treten können.
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Methoden: 
Rekontextualisierung, Externalisierung von Problemverhalten, Urkunden, Märchen, die Arbeit mit Metaphern, von der Problemgeschichte zur Alternativgeschichte.
 

Partnerschaft und Sexualität
oder die Spiele des Paares

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Vieles sammelt sich zwischen den Partnern an: Bedürfnis nach Zuneigung, Verlangen nach Freiheit, heftiger Zorn, sexuelle Wünsche, ein schmerzhaftes Gefühl des Alleinseins, Bitterkeit über gebrochene Versprechen, Enttäuschungen und Demütigungen. Die Neuordnung von Abhängigkeits- und Autonomiebedürfnissen geht nur über den grundsätzlichen Konflikt zwischen Mann und Frau. Geliebt werden kann daher nur dort, wo auch gehasst werden darf. Systemisches arbeiten bedeutet, die Magie der Liebe mit Veränderungen in der Wahrnehmung der Partner zu verbinden und eine neue Vision für Beziehungen herzustellen.
Das Besondere an diesem Seminar ist, dass die Partner der Ausbildungsteilnehmer eingeladen werden, um die Faszination der systemischen Paartherapie gemeinsam erfahren zu können.
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Methoden: 
Krisenentwicklung in Paarsystemen, Entwicklung des "magic-moment", Projektionsauflösung, Förderung von Intimität und Autonomie.
 

Psychiatrie und Psychosomatik, Die symbolisch-erfahrungsorientierte Perspektive
oder die Logik des Absurden

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In der Arbeit mit komplexen Systemen dient der Therapeut der Familie als Modell, durch seine eigene Irrationalität, seine freien Assoziationen, und seinem Mut die eigenen impulsiven und regressiven Bedürfnisse auf eine humorvolle Weise in die therapeutische Arbeit zu integrieren. Themen wie gegenseitige Mordlust, sexuelle Anziehung und sinnliche Phantasien, Ausbruch und Trennung, symbiotische Sehnsüchte, kurz die ewigen Themen um Liebe und Aggression, die zumeist unbewusst enormen Einfluss auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen ausüben, verlieren ihre Bedrohlichkeit und können so an die Oberfläche geholt werden. Psychotische und andere schwerwiegende Symptome verlieren so ihren, für das Familiensystem bedrohlichen Charakter.
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Methoden: 
Auflösung von Familiengeheimnissen, die Logik des Absurden, Spiel, Kreativität und Humor, Tranceinduktion durch Konfusion.

Supervision
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Begleitend zur theoretischen Ausbildung finden drei Supervisionsseminare zu je zwei Tagen statt (09:00 – 18:00 Uhr). Die Supervisionsseminare werden in der geschlossenen Ausbildungsgruppe durchgeführt (60 UE). Die Supervision dient der gemeinsamen Reflektion der therapeutischen Praxis der Ausbildungsteilnehmer und umfasst insgesamt 85 Unterrichtseinheiten, einschließlich mindestens einer vom Ausbildungsteilnehmer vorgestellten Arbeitssitzung (Live, per Video oder Audio). Ziel der Supervision ist es, Strategien der systemischen Therapie und Beratung in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren und Familien deutlich zu machen.

Weitere Informationen zum Ausbildungsabschnitt III (Ausbildungszeit / Kosten / Zertifizierung)

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